Projektskizze: „Brücken bauen – Teilhabe statt Ausschluss“

Projektdaten

  • Thema: Behinderung und Obdachlosigkeit (Doppelstruktureller Ausschluss)
  • Zielgruppe: Wohnungslose Menschen mit physischen oder psychischen Einschränkungen/Behinderungen
  • Laufzeit: 3 Jahre (optional verlängerbar)
  • Ansatz: Aufsuchende Sozialarbeit, Case Management, intersektorale Vernetzung

Ausgangslage & Problemstellung

  • Gesundheit: Kein Krankenversicherungsschutz oder Barrieren im regulären System; Chronische Erkrankungen und Behinderungen bleiben unbehandelt.
  • Soziale Strukturen: Behörden- und Antragsbarrieren (Schriftverkehr, digitale Ausgrenzung, Stigmatisierung).
  • Wohnen & Arbeit: Der reguläre Mietmarkt ist für Menschen mit Behinderung und ohne festen Wohnsitz unerreichbar; Arbeitsmarktintegration scheitert an fehlender Stabilität und Assistenz.

Projektziele

  • Barrierefreier Zugang: Vermittlung in das reguläre Gesundheits- und Hilfesystem.
  • Stabilisierung: Sicherung von Grundbedürfnissen und existenzsichernden Leistungen (z. B. Bürgergeld, Eingliederungshilfe).
  • Wohnperspektive: Entwicklung individueller Wohnformen (z. B. „Housing First“ mit begleitender Assistenz).
  • Teilhabe: Reaktivierung von Fähigkeiten für den Arbeitsmarkt oder tagesstrukturierende Maßnahmen.

Maßnahmen & Methoden

  • Aufsuchende Arbeit (Streetwork): Direktes Aufsuchen von Schlafplätzen durch multiprofessionelle Teams (Sozialarbeit + medizinische Fachkraft).
  • Niederschwellige Anlaufstelle: Ein sicherer Ort für medizinische Erstversorgung, Postadresse und Beratung ohne bürokratische Hürden.
  • Individuelles Case Management: Begleitung zu Ämtern, Ärzten und potenziellen Vermietern.
  • Vernetzung: Enger Schulterschluss mit lokalen Gesundheitsämtern, Wohnungsgesellschaften, Behindertenverbänden und der Wohnungslosenhilfe.

Erwartete Ergebnisse & Wirkung

  • Verbesserung des Gesundheitszustands der Zielgruppe.
  • Reduzierung von Langzeitobdachlosigkeit durch passgenaue Wohnungsvermittlung.
  • Abbau von Zugangsbarrieren zu bestehenden Rechten und Sozialleistungen.
  • Sensibilisierung der Regeldienste für die intersektionale Thematik.